Triumph in Paris: Zverev erstmals Grand-Slam-Sieger
Alexander Zverev hat die French Open gewonnen und den ersten deutschen Grand-Slam-Sieg im Männer-Einzel seit Boris Becker vor 30 Jahren gefeiert. Der Hamburger setzte sich in einem umkämpften Finale gegen den Italiener Flavio Cobolli 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 durch. Im 41. Anlauf jubelte Zverev erstmals über einen Triumph bei einem der vier größten Turniere.
Zverev ist der erste deutsche French-Open-Sieger nach Henner Henkel 1937 und der erste deutsche Grand-Slam-Champion im Männer-Einzel seit Beckers Erfolg 1996 bei den Australian Open. Seit Beginn der Open-Era 1968 ist der Tokio-Olympiasieger nach Becker (6 Grand Slams) und Michael Stich (1) der erst dritte Deutsche, der sich bei einem Major bei den Männern durchsetzte.
Der Weltranglistendritte erhält für seinen Sieg ein Preisgeld in Höhe von 2,8 Millionen Euro. In seinem ersten French-Open-Finale hatte er 2024 gegen den Spanier Carlos Alcaraz verloren. Zudem unterlag er 2020 bei den US Open Dominic Thiem aus Österreich und bei den Australian Open 2025 der italienische Nummer eins der Welt Jannik Sinner.
Gegen Cobolli begann Zverev stark und dominierte mit seinem Aufschlag und wuchtiger Rückhand. Auch im zweiten Satz fehlte nicht viel, aber Cobolli legte zu und verdiente sich den Ausgleich. Nun nahm die Spannung zu, Zverev brachte das Momentum wieder auf seine Seite, konnte das Match im vierten Satz aber nicht zumachen. Im entscheidenden Durchgang zog er dann schnell mit zwei Breaks Vorsprung davon. Cobolli steckte nicht auf, konnte Zverev aber nicht mehr stoppen.
J.Badr--CdE