Versteckt in Holz für Europa: Mehr als 100 Tonnen Drogen in Chile entdeckt
Versteckt in Holzlieferungen für Europa haben Ermittler in Chile mehr als 100 Tonnen Drogen entdeckt. Es handele sich um einen Rekordfund, erklärte am Montag (Ortszeit) die Zollbehörde des südamerikanischen Landes. Der geschätzte Verkaufswert auf dem europäischen Markt liege umgerechnet bei mehr als sieben Milliarden Euro. Die Zollbehörde sprach von einem "historischen Schlag gegen das organisierte Verbrechen in unserem Land".
Bei den in den Holzlieferungen entdeckten Substanzen handelte es sich den Angaben zufolge überwiegend um Kokain und Ketamin. Die Behörden machten nach sechsmonatigen Ermittlungen 45 aus Bolivien eintreffende Container aus, die das mit Drogen versetzte Holz enthielten. Hätte die Fracht ihre Bestimmungsorte erreicht, wären die Drogen in spezialisierten Laboren mittels "hochentwickelter chemischer Verfahren" extrahiert worden, erklärte die Zollbehörde.
Die Ermittler wollen nun nach eigenen Angaben weitere verdächtige Container überprüfen. Die Menge an beschlagnahmten Drogen könne dadurch noch steigen, erklärten sie.
D.Nader--CdE